Was macht Pinterest für Unternehmen so interessant?

Pnterest für Unternehmen

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Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine: Ähnlich wie Google, nur in Bildern. Ein Pin auf Pinterest ist letztlich nur ein Link. Oder wie es Pinterest neuerdings etwas poetischer propagiert: Ein Pin ist eine Idee! Also was macht Pinterest für Unternehmen so interessant? Und welche Unternehmen können von Pinterest profitieren?

Blicken wir zunächst noch einmal auf die Frage, was Pinterest genau ist. Die Antwort fällt ganz unterschiedlich aus – je nachdem ob Sie aus Konsumentenperspektive oder als Unternehmen auf die Plattform blicken.

Für Konsumenten lässt sich Pinterest auch als Bookmarking-Tool begreifen, also als eine Sammlung von Lesezeichen, die organisiert und strukturiert werden kann.

Unternehmen können Pinterest als Content-Marketing-Plattform betrachten, in der sie ihre Waren, Dienstleistungen etc. Konsumenten näherbringen können. Sie können damit ihre Reichweite und den Traffic auf ihrer Website erhöhen. Und natürlich auch verkaufen.

Pinterest ist perfekt zur Neukunden-Gewinnung

Pinterest ist sehr gut dazu geeignet, neue Zielgruppen anzusprechen, die nach dem suchen, was ein Unternehmen bietet, aber das Unternehmen noch nicht kennen. Pinterest wird gerade am Anfang der Customer Journey stark genutzt, was bei der Auswahl des Attributionsmodells unbedingt berücksichtigt werden sollte. Der größte Teil der Suchanfragen (97%) erfolgt ohne direkte Markenennung. Die Nutzer*innen sind also offen für Ideen.

Pinterest gibt Unternehmen die Möglichkeit, eigene Inhalte (Produkte, Beiträge, Videos, etc.) kontinuierlich über verschiedene Pin-Formate zu promoten. Sobald Ihre Pins sichtbar werden, können Betrachter*innen darauf klicken und gelangen so auf Ihre Webseite. Pinterest kann Unternehmen also viele neue Besucher*innen bringen. In veröffentlichten Case Studies der deutschen E-Commerce-Marke Springlane oder dem Publisher-Netzwerk Media Partisans wird bereits über die Hälfte des gesamten Webseitentraffics über Pinterest generiert! Diesen Traffic gilt es dann zu konvertieren, aber da ist Pinterest streng genommen raus. Hier tritt die Kunst der Conversion-Rate-Optimierung auf den Plan.

Pinterest bietet Chancen für B2B und B2C

Pinterest ist besonders stark im B2C-Bereich, vor allem bei den Themen Food, Mode, Beauty, Einrichten & Wohnen, Garten und Reisen.

Die beliebtesten Kategorien und dazugehörige Interessen der Pinterest-Nutzer gesamt (weltweit)
Die beliebtesten Kategorien und dazugehörige Interessen der Pinterest-Nutzer gesamt (weltweit)

Pinterest ist auch für Publisher besonders gut geeignet, die viel Content haben und ihre Webseiten über Traffic monetarisieren. Auch Online-Shops profitieren von Pinterest, da die Plattform hier sehr stark investiert und Features wie Produkt-Pins, Produktkataloge und Shopping-Ads bereitstellt.

B2B kann grundsätzlich auf Pinterest auch funktionieren, wie z.B. bei Themen wie Karriereplanung (Lehrermarktplatz), für Trainer/Berater/Coaches, oder alles, was Freiberufler angeht (Rechtliches, Finanzen (Buchhaltung). Natürlich gibt es Branchen, wie z.B. Autozulieferer, wo es schwierig wird. Insofern muss man wirklich im Einzelfall schauen, ob auf Pinterest relevante Suchanfragen auftauchen und wie die Strategie aufgesetzt werden kann, um eine relevante Zielgruppe anzusprechen.

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So nutzen Sie Pinterest in Ihrer Branche

Ein gutes Beispiel ist ein Karrierecoach. Er/Sie kann auf Themen wie Probezeit, Karrieretipps, Elternzeitlücke, Jobwechsel, Lücken im Lebenslauf und Arbeitszeugnisse eingehen und pinnen. Pinterest ist hier ganz klar ein Content-Marketing-Instrument, über den Expertise etabliert wird, um potentielle Kunden zu gewinnen. Der Sales Funnel ist hier lang und komplex, aber Pinterest kann durchaus eine tragende Rolle bei der Neukundengewinnung beikommen.

Das unterscheidet Pinterest von Instagram

Pinterest ist im Gegensatz zu Instagram nicht sehr stark auf den Austausch zwischen Menschen ausgerichtet. Man ist mehr für sich und plant für das eigene Leben. Man kann nicht live gehen und auch Follower spielen keine so große Rolle. Es gibt auch de facto keinen nutzergenerierten Content, sondern 95% der Inhalte kommen von Marken und Bloggern. Pinterest ist schlichtweg keine Plattform zur Selbstdarstellung, sondern aus Unternehmenssicht eine Plattform zur Verbreitung von Inhalten und aus Nutzersicht eine Quelle zur Inspiration und Ideenfindung.

SEO-Faktoren auf Pinterest

Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine. D.h. Bilder werden analysiert und verschlagwortet. Aber auch Keywords spielen eine große Rolle. Einfluss hat auch das Nutzerverhalten, das Format, die Pin- Performance, demografische Faktoren, die Pinner-Qualität und die Qualität der Website.

In der Praxis heißt das: Sie sollten Ihre Keywords gut recherchieren und zwar direkt auf Pinterest, denn Pinterest-Nutzer*innen suchen anders als auf Google. Sie sollten guten und relevanten Content teilen, regelmäßig aktiv sein und auf eine gute Qualität Ihrer Landing Pages achten. Sie können Pinterest also nicht isoliert betrachten, sondern mit anderen Disziplinen eng verzahnen.

>> Hier lesen Sie mehr über Suchmaschinenoptimierung auf Pinterest

Auf Pinterest werben

Grundsätzlich gilt: Sie können auf Pinterest organisch noch sehr gute Ergebnisse erzielen. Schalten Sie noch Werbung dazu, haben Sie den Turbo-Booster!

Pinterest Ads sind eine Mischung aus AdWords und Facebook. Sie können Suchkampagnen schalten oder Nutzer*innen mit bestimmten Interessen ansprechen. Sie können Zielgruppen auch nach demographischen Faktoren, nach Platzierung, über Custom Audiences oder Retargeting ansprechen.

Pinterest bietet aktuell 6 Kampagnentypen: Conversion, Traffic, Video Views, App Installationen, Reichweite und Katalogverkäufe.

Das Schöne an Pinterest: Da Ihre Pins in Kampagnen auch organische Verbreitung finden, können Sie bis zu 30% mehr organische Reichweite gewinnen. Studien haben ergeben, dass Werbekampagnen auf Pinterest positiv sind: Für jeden investierten US-Dollar wird 2 US-Dollar Umsatz erzielt. Ich selbst habe in von mir betreuten Werbekampagnen bereits ROAS im zweistelligen Bereich gesehen.

Unternehmen können Ihre Produktkataloge hochladen und so dynamische Shopping-Anzeigen schalten. Auch ein dynamisches Retargeting, z.B. bei offenem Warenkorb ist möglich.

>> Hier erfahren Sie mehr über Werbung auf Pinterest

Video auf Pinterest

Videos spielen auf Pinterest eine wichtige Rolle und werden gezielt in den Suchergebnissen ausgespielt. Sie sind gut um die Reichweite zu erhöhen, aber weniger gut um organisch Traffic zu generieren. Es handelt sich also um ein Awareness-Medium. In den von mir betreuten Accounts erzielen Videos hohe Reichweiten, aber deutlich weniger Klicks als Standard-Pins.

Mit Videos können Produkte und Prozesse umfassender dargestellt werden, Sie können Storytelling und Emotionen nutzen – was bei statischen Pins nur schwer umzusetzen ist.

Video-Pins sollten eher kurz gehalten werden, wir sprechen hier von wenigen Sekunden (6-15 Sekunden). Rein technisch gesehen können Videos auf Pinterest bis zu 15 Minuten lang sein. Sie sollten ohne Ton funktionieren, da dieser im Feed oftmals nicht automatisch abgespielt wird. Insofern sind Text Overlays und Untertitel hilfreich. Auch hier gilt das klassische Pin-Format: vertikal statt horizontal.

>> Hier erfahren 5 Tipps für erfolgreiche Video-Pins

Tipps für Ihren Start auf Pinterest

Richten Sie zuerst ein Unternehmensprofil ein inklusive Verifizierung und Rich Pins. Entwickeln Sie eine Contentstrategie, bevor Sie starten und integrieren Sie die Conterstellung im redaktionellen Workflow, so dass Inhalte gut vorgeplant werden können. Pinterest ist langfristig, erwarten Sie nicht, dass Sie innerhalb weniger Tage bahnbrechende Resultate sehen werden. Denken Sie auch darüber nach, wie Sie den von Pinterest kommenden Traffic konvertieren, sonst verpuffen alle Bemühungen.

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