So setzen Sie Ihre Pin-Beschreibungen richtig

So geht's: Pin-Beschreibungen richtig setzen

Hint: Es ist nicht der ALT-Tag!

Irgendwie hat es sich herumgesprochen, dass der ALT-Tag genutzt werden sollte, um die Pin-Beschreibung zu setzen. Das ist leider falsch, auch wenn der ALT-Text oft als diese ausgelesen wird. Shame on you, Pinterest

Was ist der ALT-Tag eigentlich?

Wikipedia definiert den ALT-Text als „denjenigen Teil von Image-Tags und ähnlichen Elementen, der einen Hinweis darauf enthalten soll, was in dem dargestellten Element zum Ausdruck kommt.“ Zum Tragen kommt der ALT-Text, wenn ein Bild nicht geladen werden kann. Dann wird er nämlich angezeigt und beschreibt den Inhalt des Bildes, damit man sich diesen vorstellen kann. Insbesondere sehbehinderte Menschen profitieren vom ALT-Text. Er ist auch ein wichtiges Element der Suchmaschinenoptimierung, denn auch Google und Co „lesen“ so den Inhalt von Bildern. Vermutlich wird er mit den neuen Möglichkeiten der visuellen Suche an Bedeutung verlieren.

Hier mal ein Best Practice-Beispiel: Der ALT-Text zu diesem Bild lautet „Back of the white Land Rover on a dirt road in Black Sand Beach“.

Photo by Tim Trad on Unsplash

Und hier ein weniger gutes:

A Protein Smoothie That Helps Reduce Belly Fat

Der AL-Text lautet „A Protein Smoothie That Helps Reduce Belly Fat“, genauso wie übrigens auch der Titel des Bildes, da wurde Potential verschenkt. Ein besserer ALT-Text wäre etwa: „purple smoothie in a glass topped with sliced almonds“. Sie sehen schon, der ALT-Text sollte deskriptiv sein. Und kurz: 125 Zeichen maximal. Und relevante Keywords enthalten.

Warum ist der ALT-Tag kein guter Ort für die Pin-Beschreibung?

Die Antwort ist eigentlich ganz kurz: Sie verschenken damit Ihr SEO-Potential! Klar, Pinterest ist eine Suchmaschine, für die Sie Ihre Inhalte optimieren sollten. Aber auch Google, Bing, Yahoo usw. sind Suchmaschinen – mit deutlich mehr Suchaufkommen als Pinterest. Es wäre also schlau, wenn Sie Ihre Inhalte für all diese Plattformen gleichermaßen optimieren und mit Ihren Inhalten überall ranken können.

Abgesehen davon sind die Anforderungen an Pin-Beschreibungen andere als die an ALT-Texte. Wie Sie jetzt wissen, sollte der ALT-Text den Inhalt des Bildes beschreiben. Ihre Pin-Beschreibung zielt dagegen auf den Inhalt Ihres Beitrags und sollte dem Nutzer nicht nur hilfreiche Informationen vermitteln, sondern ihn auch dazu animieren, sich auf Ihre Seite durchzublicken: Worum geht es? Welchen Benefit liefern Sie? Auch ein Call to Action sowie ein oder zwei Hashtags schaden nicht. Um beim oben genannten Beispiel zu bleiben, so wird schnell klar, dass der Pin zu einem Rezept führt, das beim Abnehmen in der Bauchregion helfen soll. Eigentlich eine gute Pin-Beschreibung, die bloß leider an der falschen Stelle sitzt. Pin-Beschreibungen sind nicht nur für den Nutzer hilfreich, sondern auch für den Pinterest-Algorithmus, der diese nutzt, um den Pin in Suchergebnissen und Feeds auszuspielen. Diese hier hätte gute Chancen auf ein Ranking in Suchen nach Smoothies, proteinreicher Nahrung und Abnehmen am Bauch.

Wo gehört die Pin-Beschreibung also hin?

Pinterest hält sich hier leider bedeckt. Auf dem Pinterest Blog findet sich ein Beitrag von 2014: „Pin It button technical tune-up: 5 tips to make sharing from your site better“, in dem Nutzer*innen nahegelegt wird, für Pinterest optimierte Bilder mit folgenden Code-Zeilen zu versehen:

<img src=„http://cdn.mysite.com/myimage.jpg“
data-pin-url=“http://mysite.com/mypage.html“
data-pin-media=“http://cdn.mysite.com/myimage_fullsize.jpg“
data-pin-description=“Baked Mozzarrella Cheese Sticks“/>

img src ist das Bild, das Sie bearbeiten, also das, auf welches ein Nutzer klickt, wenn er Ihre Webseite besucht und welches er als Pin teilen möchte
data-pin-url ist die Seite, auf die dieser Pin verweisen soll
data-pin-media gibt Ihnen die Möglichkeit auf ein anderes Bild zu verweisen, das dann gepinnt wird, z.B. eine Version in besserer Auflösung
data-pin-description tadaa, hier käme Ihre Pin-Beschreibung rein

Um diesen Code an Ihre Bilder anzufügen, gehen Sie in den HTML-Bearbeitungsmodus Ihres Beitrags. Ich arbeite in WordPress, dort wechseln Sie einfach die Schaltfläche von „Visuell“ auf „Text“. Suchen Sie nach dem HTML-Code für Ihr Bild, das könnte in etwa so aussehen:

<img class=“alignnone wp-image-2360″ src=“http://marpha-consulting.de/wp-content/uploads/2018/04/pinterest-folge-feed-597×1024.jpg“ alt=“Kinder klettern Dünen hinauf“ width=“400″ height=“686″ />

Fügen Sie nun hinter den ALT-Text Ihre Pinbeschreibung ein und zwar so

<img class=“alignnone wp-image-2360″ src=“http://marpha-consulting.de/wp-content/uploads/2018/04/pinterest-folge-feed-597×1024.jpg“ alt=“Screenshot Pinterest Folge-Feed“ data-pin-description=”Erfahre, was der neue Folge-Feed für deine Pinterest-Strategie bedeutet #pinterestmarketing“ width=“400″ height=“686″ />

Klingt alles etwas kompliziert oder? Ich persönlich habe keine Lust, jedes Mal wenn ich einen Beitrag verfasse, im Code herumzudoktern, „nur“ um die Pin-Beschreibung korrekt zu setzen. Um ganz ehrlich zu sein, ich würde es vermutlich einfach vergessen. Zum Glück gibt es intuitivere Lösungen, zumindest wenn Sie WordPress nutzen.

Nützliche Plug-ins für die Pin-Beschreibung

1. Yoast SEO Plug-in

Nutzen Sie bereits das Yoast SEO Plug-in? Ich kann es Ihnen wirklich nur ans Herz legen. Hier können Sie alle wichtigen SEO-Elemente Ihrer Seiten und Beiträge anpassen und bekommen gleichzeitig eine Einschätzung, wie ausreichend Ihre Maßnahmen sind. Sie können Keywords definieren, Ihre Metabeschreibung anpassen, Canonicals setzen und definieren wie Ihr Beitrag in den sozialen Medien geteilt werden soll. In der Premium-Version werden Ihnen zudem noch interne Verlinkungen vorgeschlagen.

Haben Sie Yoast aktiviert, wird die Meta-Beschreibung, die Sie via Yoast für Ihren Beitrag gesetzt haben, als Pin-Beschreibung ausgelesen:

Allerdings gelten hier einige Besonderheiten. Haben Sie keine Pin-Beschreibung angegeben, so wird der Beitragstitel als Pin-Beschreibung gesetzt. Den gleichen Effekt sehe ich, wenn ich das Yoast Plug-in deaktiviere. Haben Sie ein Beitragsbild gesetzt, wird bei diesem die Meta-Beschreibung des Beitrags als Pin-Beschreibung gesetzt. Bei allen anderen Bildern, die im Fließtext Ihres Beitrags erscheinen, wird der ALT-Text als Pin-Beschreibung gesetzt. Fazit: Nutzen Sie Yoast, sollten Sie Ihren wichtigsten Pin zum Beitrag als Beitragsbild hinterlegen und bei allen anderen für Pinterest optimierten Bildern, die Sie im Fließtext integriert haben, per Code oder Plug-in (s. Punkt 3) eine passende Pin-Beschreibung setzen. In Hinblick auf die Verbreitung Ihrer Inhalte ist es durchaus empfehlenswert mehrere Pins pro Beitrag zu erstellen, dabei sollten Sie auch die Pin-Beschreibung variieren.

2. Social Warfare WordPress Plug-in

Social Warfare* ist ein Social Sharing Plug-in. Ich nutze die Premium-Version und kann damit konkret definieren, welches Bild beim Teilen auf Pinterest aufgerufen werden soll:

Teilt ein Besucher Ihrer Seite Ihren Beitrag auf Pinterest, so zieht sich Social Warfare die in den Beitragseinstellungen hinterlegte Pin-Beschreibung und das als Pin hinterlegte Bild. Social Warfare bietet Ihnen noch einige andere nützliche Tools in Hinblick auf Pinterest: Beispielsweise können Sie einen Hover-Button aktivieren, so dass der Merken-Button auftaucht, wenn jemand mit der Maus über eines Ihrer Bilder fährt. Sie können auch auswählen, ob Ihr Pinterest-Bild versteckt sein oder auf Ihrer Seite sichtbar sein soll. Ist es versteckt, so taucht es erst auf, wenn jemand Ihren Beitrag pinnen möchte. Überdies können Sie entscheiden, ob nur Ihr in den Einstellungen hinterlegtes Bild gepinnt werden darf oder alle auf Ihrer Seite verfügbaren Bilder. Sie sehen, Social Warfare* bietet Ihnen viele Möglichkeiten, das Teilen Ihrer Inhalte auf Pinterest zu personalisieren.

3. Meta for Pinterest

Eine dritte Lösung ist das Plug-in Meta for Pinterest. Das Plug-in erweitert die Bild-Details um Pinterest Meta-Informationen. Hier können Sie zu jedem Bild, das Sie Ihrem Beitrag hinzufügen, eine Pin-Beschreibung definieren.

Tatsächlich ist das genau das gleiche, wie ich am Anfang erklärt habe, als Sie im HTML-Code gearbeitet haben – nur dass Sie das Ganze hier im visuellen Editor erledigen. Einzig das Beitragsbild lässt sich über dieses Plug-in nicht mit einer Pin-Beschreibung versehen. Insofern wäre hier eine Kombination aus Yoast und Meta for Pinterest empfehlenswert.

Wie gehen Sie mit Pin-Beschreibungen um? Finden Sie diesen Beitrag nützlich? Dann hinterlassen Sie mir gern einen Kommentar und teilen den Beitrag gern in Ihrem Netzwerk.

*Dieser Beitrag enthält Affiliate Links (markiert mit einem *). Das heißt, ich bekomme eine kleine Provision, wenn Sie über diesen Link etwas kaufen. Für Sie entstehen dadurch keine Mehrkosten. Wir können Ihnen damit auch weiterhin hilfreiche Beiträge garantieren. Wir empfehlen ausschließlich Produkte, die wir selber nutzen oder getestet haben und von denen wir überzeugt sind.

Tagged under:

Leave a Reply

Ich akzeptiere

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .