So erstellen Sie Ihre erste Werbeanzeige auf Pinterest

So erstellen Sie Ihre erste Werbeanzeige auf Pinterest

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Es ist so weit: Die ersten Werbeanzeigen laufen auf Pinterest und auch wir sind dabei zu testen. Bevor wir Ihnen in den nächsten Wochen Tipps und Strategien mit an die Hand geben, starten wir heute einmal mit den Basics und erläutern, wie Sie in wenigen Schritten Ihre erste Werbeanzeige auf Pinterest erstellen. Los geht’s!

Um eine Werbeanzeige erstellen zu können, benötigen Sie ein Unternehmenskonto auf Pinterest und einen funktionierenden Zugriff auf die Werbeoberfläche, der noch nicht allen Konten zur Verfügung steht. Um herauszufinden, ob Sie bereits Werbung schalten können, gehen Sie auf ads.pinterest.com und klicken Sie oben links im Menü „Anzeigen“ auf „Unternehmenseinstellungen“. Wenn Sie dort Ihre Unternehmensangaben vornehmen und als Land „Deutschland“ auswählen können, sollten Sie auch in der Lage sein, Anzeigen zu erstellen. Fügen Sie im nächsten Schritt im Menüpunkt „Abrechnung“ noch Ihre Abrechnungsinformationen ein. Dann kann es auch schon losgehen.

Pinterest Ads: Kampagnenziel festlegen

Um eine Anzeige zu erstellen, klicken Sie oben links im Menü „Anzeigen“ auf „Anzeige erstellen“. Nun wählen Sie als erstes Ihr Kampagnenziel. Dazu stehen Ihnen vier Optionen offen:

  1. Markenbekanntheit / Reichweite: Sie zahlen pro tausend erreichten Personen
  2. Traffic: Sie zahlen pro Klick
  3. Videoaufrufe: Sie zahlen pro View
  4. App Installation: Sie zahlen pro Installation

Ich bin mit einer Traffic-Kampagne gestartet, da diese – so zumindest die amerikanischen Kollegen – am günstigsten sind. Und natürlich haben Sie gegenüber Awareness-Kampagnen den entscheidenden Vorteil, dass wir hier die Conversions tracken können. Damit sind wir auch schon beim zweiten Punkt: Richten Sie sich ein Conversion-Tag ein.

Pinterest Conversion Tag einrichten

Klicken Sie dazu auf „Anzeigen“ / „Conversion-Tags“ und dann auf „Neues Pinterest-Tag erstellen“. Geben Sie dem Tag einen Namen und kopieren Sie den Basis-Code zwischen den <head> und </head> Tags auf Ihrer Webseite. Fügen Sie dann noch den relevanten Ereigniscode auf Ihrer Webseite ein, beispielsweise für das Erfassen von Verkäufen den Checkout-Code auf Ihrer Checkout-Seite. Zusätzlich können Sie noch den Pinterest-Tag-Helper für Chrome installieren, um zu prüfen, ob der Tag korrekt arbeitet. Zuletzt sollten Sie Ihre Datenschutzbestimmungen entsprechend anpassen.

Pinterest Werbe-Kampagne einrichten

Starten wir nun mit dem Einrichten der Traffic-Kampagne auf Pinterest. Geben Sie zunächst die Kampagnendetails ein: Kampagnenname sowie das gewünschte Tages- oder Laufzeitbudget. Im Sinne der Kostenkontrolle würde ich Ihnen immer empfehlen hier einen Wert einzugeben, auch wenn die Angabe optional ist.

Pinterest bietet Ihnen hier noch die Option eine Karussell-Anzeige zu erstellen. Falls Sie schon einmal mit Karussell-Pins experimentiert haben, können Sie das hier auch noch einmal tun. Das ist sicherlich etwas, das wir noch einmal testen werden.

Pinterest Ads: Anzeigengruppe einrichten

Im zweiten Schritt richten Sie Ihre Anzeigengruppe ein. Grundsätzlich ist der Aufbau einer Kampagne so, wie Sie es vielleicht schon von Facebook kennen:

Kampagne – Anzeigengruppe – Anzeige

Bildquelle: https://business.pinterest.com/

Geben Sie Ihrer Anzeigengruppe zunächst einen Namen. Die beiden folgenden Abschnitte heißen beide „Zielgruppe“.

Custom Audience auf Pinterest erstellen

Bei der ersten „Zielgruppe“ können Sie eine so genannte Custom Audience auswählen, die Sie aber zunächst einmal anlegen müssen. Klicken Sie dazu auf „Eine neue Zielgruppe erstellen“.

Sie haben nun vier Optionen:

  1. Besucher, die deine Webseite aufgerufen haben: So können Sie alle Pinterest-Nutzer ansprechen, die in den letzten 1-60 Tagen auf Ihrer Webseite waren. Diese werden über den Pinterest-Tag erfasst (s. oben).
  2. Von dir hochgeladene Kundenliste: Hier können Sie eine .csv-Datei mit Kundenkontakten hochladen. Achten Sie hier auf Datenschutzkonformität.
  3. Eine Interaktionszielgruppe, die mit Pins deiner verifizierten Domain interagiert hat: Hier sprechen Sie alle Pinterest-Nutzer an, die Ihre Pins geteilt, geklickt, kommentiert oder anderweitig damit interagiert haben.
  4. Eine ActAlike-Zielgruppe, die ein ähnliches Verhalten wie eine vorhandene Zielgruppe aufweist: Hier können Sie Ihre Zielgruppe quasi erweitern, indem Sie Ihre Anzeigen an Nutzer adressieren, die Ihren Webseitenbesuchern (1.) oder den Pinterest-Nutzer*innen, die mit Ihren Pins interagiert haben (3.) ähneln, also auf Pinterest ein ähnliches Nutzungsverhalten aufweisen.
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Zielgruppentargeting auf Pinterest

Der zweite Zielgruppen-Bereich erlaubt es Ihnen, Ihre Zielgruppe maßzuschneidern, ungefähr so, wie Sie es vielleicht von Facebook kennen.

Sie können das Geschlecht eingrenzen, nicht aber das Alter, da das Targeting nach Alter nur in den USA verfügbar ist. Wenn Sie den Hinweis übersehen, kommen Sie nicht weiter, erhalten aber auch keine entsprechende Fehlermeldung, also: keine Alterseinschränkung möglich. Das ist natürlich sehr ungünstig, wenn man seine Zielgruppe sehr genau kennt, aber es lässt sich nicht ändern. Im nächsten Schritt können Sie den Standort eingrenzen, allerdings nur ganz grob nach 7 Regionen, basierend auf Bundesländern. Zuletzt können Sie noch auf eine Sprache begrenzen, da dürfte es in den meisten Fällen empfehlenswert sein, auf Deutsch zu begrenzen und dann könnten Sie noch eingrenzen, ob Sie nur auf bestimmten Geräten werben wollen (Android Handy, Android Tablet, iPad, iPhone, Web, mobiles Web).

Das Targeting ist also noch recht rudimentär, da ist definitiv noch Luft nach oben.

Platzierungsmöglichkeiten der Pinterest-Anzeigen

Pinterest bietet zwei Platzierungsmöglichkeiten:

  1. Browsen: Hier werden Ihre Anzeigen in den Startfeeds der Nutzer und bei den verwandten Pins angezeigt.
  2. Suchen: Hier werden Ihre Pins in den Suchergebnissen angezeigt und ebenfalls in den verwandten Pins.

Natürlich können Sie auch beides auswählen. Werden Pins in Suchergebnissen ausgespielt, kommen natürlich Keywords ins Spiel und damit wären wir auch gleich beim nächsten Punkt. Zuletzt haben Sie hier aber noch die Option, Ihr Targeting auszuweiten. Damit wird Ihre Anzeige automatisch auf relevante Suchanfragen ausgerichtet. Laut Pinterest weisen Kampagnen mit dieser Optimierung eine bessere Performance auf, also sicher etwas, das man auch mal testen sollte.

Interessen- und Keyword-Targeting in den Pinterest Ads

Zusätzlich zum Zielgruppentargeting bietet Pinterest die Möglichkeit Werbeanzeigen auf bestimmte Interessen und Keywords auszurichten.

Interessen: Hier können Sie verschiedene Interessen wählen – auch das kennen Sie vermutlich von Facebook. Pinterest zeigt Ihre Anzeige dann Nutzer*innen, die mit Pins, die die von Ihnen angegebenen Interessen widerspiegeln, interagieren. Um das Beispiel aus dem Video zu nehmen: Geben Sie als Interesse „Kaffee“ an, wird die Anzeige ausgestrahlt, wenn sich jemand Pins zum Thema Kaffee anschaut, merkt, klickt usw.

Keywords: Dieser Bereich ist eine Goldmine – nun ja, noch nicht, aber großes Potential! Theoretisch könnten Sie hier Keywords eingeben, damit Ihre Werbe-Pins dann angezeigt werden, wenn jemand nach diesem Keyword sucht. Nur leider werden derzeit keine deutschen Keywords unterstützt, das Ganze funktioniert nur auf Englisch. Aber – und das ist das wirklich Interessante: Wenn Sie hier ein Keyword eingeben, erhalten Sie Informationen zum Suchvolumen. Und damit können Sie auch Ihre organische Pinterest-Strategie noch einmal auf ein ganz anderes Level heben – nun ja, irgendwann einmal, wenn auf Deutsch verfügbar.

Zum Schluss geben Sie noch das Budget und den Zeitplan für Ihre Anzeigengruppe an und den maximalen CPC, den Sie bereit sind zu zahlen. Pinterest gibt Ihnen hier schon eine Empfehlung vor, an die müssen Sie sich aber nicht halten. Die Kolleg*innen in den USA setzen den üblicherweise niedriger an als von Pinterest vorgeschlagen. Bei meiner ersten Kampagne, lag der CPC bei 0,11 Euro, das habe ich dann so gelassen – alles, was über 0,20 Euro gegangen wäre, hätte ich erstmal mal heruntergeschraubt.

In der rechten Spalte erhalten Sie übrigens jederzeit einen Überblick über die Größe Ihrer Zielgruppe und ja, auch das kennen wir von Facebook.

Pinterest Werbeanzeige auswählen

Im dritten und letzten Schritt wählen Sie den oder die Pins aus, die Sie bewerben möchten. Sie können sich durch die Pins in Ihrem Profil klicken, um einen Pin zum Bewerben auszuwählen oder Sie laden einen Pin hoch.

Klicken Sie Ihre Auswahl einfach an und bestätigen Sie unten mit dem Button „Anzeigen überprüfen“. Damit ist Ihre Anzeige dann auch schon aktiviert bzw. auf dem Weg der Freischaltung.

Fazit

Wer schon mal Anzeigen auf Facebook geschaltet hat, kommt mit Pinterest Ads super schnell klar. In Hinblick auf Feinjustierungen von Anzeigen scheint mir noch Luft nach oben zu sein, aber das wird sicherlich noch kommen. Ich bin sehr gespannt, wie unsere ersten Anzeigen laufen werden und wir werden natürlich noch weiter experimentieren und Sie hier im Blog auf dem Laufenden halten.

Berichten Sie uns gern in den Kommentaren von Ihren Erfahrungen mit den Werbe-Pins. Wenn Sie Unterstützung bei der Durchführung Ihrer Kampagnen brauchen oder auch bei der Optimierung Ihrer (organischen) Pinterest-Strategie, sprechen Sie uns an!

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