Pinterest Analytics: Das ist neu!

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Pinterest hat die Analytics-Oberfläche grundlegend überarbeitet. Das Update bringt Nutzer*innen eine aufgeräumte Übersicht in zwei Bereichen: der Übersicht und den Audience Insights.

Pinterest Analytics Übersicht

Die neue Übersicht zeigt auf einen Blick die wichtigsten Performance-Zahlen und bietet viele Filter und Split Views. Aus meiner Sicht heraus eine deutliche Verbesserung, denn nun lassen sich diverse Raten wie etwa die Klickrate blitzschnell anzeigen, wo man vorher mühsam mit einem .csv-Export hantieren musste. Leider lässt sich diese jedoch nur noch aggregiert auf Tagesbasis abrufen und nicht mehr individuell pro Pin.

Bevor wir uns die neuen Analytics im Detail anschauen, möchte ich Sie noch auf zwei wichtige Punkte hinweisen:

Export alter Daten / Backup

Ihre alten Daten werden nicht in die neue Ansicht übernommen. Darum ist es empfehlenswert, sich diese als Sicherungskopie herunterzuladen, umso mehr als Pinterest dies nur bis Juni 2019 unterstützt. Sie finden die Möglichkeit zum Export alter Daten, wenn Sie ganz nach unten scrollen.

Sampled Data

Ganz kleingedruckt steht es da und zwar ganz unten: „Die auf dieser Seite angegebenen Daten sind eine Schätzung. Für die Anzeige einiger Diagramme ist eine Mindestanzahl an Benutzern erforderlich.“ Das sind nun eigentlich zwei Paar Schuhe, keines davon besonders bequem.

Die auf dieser Seite angegebenen Daten sind eine Schätzung.

Dieser Satz bedeutet letztlich, dass die bereitgestellten Informationen unbrauchbar sind, weil es keine verlässlichen Daten sind. Sagen Ihnen die Pinterest Analytics, dass ein Pin 12 Klicks hat, könnten es auch 2 sein oder 18 – die Zahl ist nur eine Schätzung. Das ist mehr als unglücklich. Ich empfehle Ihnen daher, die Informationen in den Pinterest Analytics lediglich als Indikator und Trend zu sehen, für eine verlässliche Analyse aber immer mit Google Analytics (bzw. einer entsprechenden Alternative) zu arbeiten, um die Performance und den Impact, den Pinterest auf das Erreichen Ihrer Unternehmensziele zu hat, gezielt zu messen. Allerdings hat natürlich auch Google Analytics seine Tücken, denn hier werden nur die Nutzer*innen erfasst, die ihr Opt-in für das Tracking erteilt haben. Insofern ist es anzuraten, beide Quellen vergleichend und stets mit kritischem Auge zu betrachten.

Vereinfachen Sie sich die monatliche Datenauswertung mit unserer Vorlage. Einmal eingerichtet, sehen Sie stets auf einen Blick, welche Pins Besucher auf Ihre Webseite lenken und welche Ihrer Seiten auf Pinterest am Besten performen. Klicken Sie hier, um zur Vorlage zu kommen

Mir ist auch nicht verständlich, warum es Pinterest nicht gelingt bei wirklich überschaubaren Impressionen und Klicks verlässliche Nutzungszahlen auszuliefern. Sampling kenne ich von Google Analytics nur im Kontext wirklich großer Datenmengen und wenn das Problem dort auftritt, gibt es auch Möglichkeiten diese zu lösen.

Für die Anzeige einiger Diagramme ist eine Mindestanzahl an Benutzern erforderlich.

Noch so ein Satz, der völlig ins Leere geht. Welche Mindestanzahl an Benutzern ist erforderlich? Welche Diagramme sind betroffen? Hier wäre mehr Transparenz mehr als angebracht. Als Analyst lassen sich die Pinterest „Analytics“ so kaum mehr ernst nehmen.

Schauen wir uns der Vollständigkeit halber mal an, was uns Pinterest hier so liefert, aber vergessen Sie bitte nie, diese Werte immer nur als groben Strukturbericht zu verstehen.

Filter

Pinterest Analytics bieten Filtermöglichkeiten nach

  • Datum: Werten Sie Ihre Performance über verschiedene Zeiträume aus: 7, 14, 21, 30, 60, 90 Tage oder eigens definierte Zeiträume.
  • Inhaltstypen: Hier können Sie nach organischen und Promoted Pins differenzieren.
  • Verifizierte Konten: Betrachten Sie die isolierte Performance der Pins von Ihrer verifizierten Domain sowie Ihren verifizierten Accounts auf Etsy, Instagram oder YouTube.
  • Geräte: Werten Sie aus, über welche Geräte (Mobil, Desktop, Tablet) Ihre Pins am häufigsten aufgerufen oder geklickt werden.
  • Quelle: Vergleichen Sie die Leistung der Pins, die von Ihnen selbst gepinnt wurden mit der anderer Nutzer*innen, die Ihre Pins teilen.

Die Übersicht ist tatsächlich sehr gelungen, da sich die Informationen sehr gut erfassen lassen. Über das Chart selbst lassen sich die folgenden Kennzahlen abrufen:

  • Impressionen
  • Interaktionen gesamt
  • Closeups
  • Klicks auf Links
  • „Merken“-Aktionen
  • Interaktionsrate
  • Closeup-Rate
  • Rate der Klicks auf Links
  • Rate der „Merken“-Aktionen

Unterhalb des Charts gibt es Informationen zur Leistung einzelner Pins – nach Impressionen und Interaktionen.

Nützlich ist hier die Anzeige des Pins, wenn man mit der Maus darüber fährt. So lassen sich schnell Gestaltungselemente erfolgreicher Pins ausfindig machen. Dazu musste man früher mühsam hin- und herklicken.

Was es leider nicht mehr gibt, ist die Übersicht, auf welchen Pinnwänden die eigenen Pins von anderen gemerkt werden.

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Audience Insights

Der zweite Teil der neuen Pinterest Analytics-Oberfläche sind die Audience Insights. Sie können hier demografische Informationen und Interessen für verschiedene Zielgruppen abrufen:

  • alle Pinterest-Nutzer*innen (global)
  • Ihre eigene Zielgruppe, also alle Pinterest-Nutzer*innen, die Sie mit Ihren Pins erreichen
  • Ihre interagierende Zielgruppe, also alle Pinterest-Nutzer*innen, die mit Ihren Pins interagieren

Diese Daten basieren immer auf der Nutzung in den letzten 30 Tagen – bilden also ab, nach welchen Inhalten Ihre Zielgruppe sucht und womit sie interagiert. Sie erhalten folgende Informationen:

  • Größe der Zielgruppe
  • Altersstruktur
  • Geschlechterverteilung
  • Ort: für deutsche Nutzer weitgehend unbrauchbar, weil hier nur nach Ländern differenziert wird
  • Gerät
  • Kategorien und Interessen

Sie können verschiedene Zielgruppen miteinander vergleichen und beispielsweise ermitteln, wie sich Ihre Zielgruppe von der Gesamtnutzerschaft auf Pinterest unterscheidet. Oder natürlich welche Unterschiede es zwischen den Nutzer*innen gibt, die Sie erreichen und denen, die mit Ihren Inhalten interagieren.

Die Kategorien sind recht breit, lassen sich aber noch in diverse Unterthemen (Interessen) aufsplitten. Sie bekommen hier jeweils Informationen darüber, wie viel % Ihrer Zielgruppe sich für ein Thema interessiert und wie hoch deren Affinität zum Thema ist. Hier lassen sich wertvolle Anregungen für die Contentplanung auch das Targeting von Anzeigen herauskristallisieren.

So können Sie beispielsweise sehen, dass „Reiseziele in Europa“ im Travel-Bereich gerade ein populäres Thema sind. Auch hier gilt aber wie oben: Die Zahlen sind nicht absolut verlässlich und sollten lediglich als grobe Stoßrichtung gelesen werden.

Um Ihre Pinterest Performance nachhaltig zu dokumentieren, empfehle ich Ihnen eine Auswertung mit Google Analytics. Mit unserer Vorlage für das Google Data Studio bieten wir Ihnen eine praktikable und zeitsparende Lösung, denn einmal eingerichtet können Sie damit jederzeit Ihre Pinterest-spezifischen Google-Analytics-Daten einsehen und evaluieren. Die Vorlage zeigt Ihnen u.a. welche Pins Traffic auf Ihre Seite lenken, welche Ihrer Inhalte auf Pinterest am Besten ankommen und wieviele Registrierungen, Downloads oder Verkäufe Sie über Pinterest erzielen. Zur Vorlage

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