Pinterest Ads: Erste Resultate

Pinterest Werbeanzeigen auswerten und optimieren

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Nachdem ich nun die ersten Pinterest-Anzeigen laufen habe, möchte ich Ihnen die vorläufigen Erkenntnisse keinesfalls vorenthalten. Ob und wie aussagekräftig diese sind, wird sich erst über einen längeren Zeitraum hinweg zeigen, aber vielleicht geben Ihnen die Zahlen erste Orientierungswerte.

KPIs der Pinterest Ads

Ich hatte eine Kampagne mit zwei Anzeigengruppen und vier Anzeigen 7 Tage lang laufen. Ziel war erstmal nur die Bekanntheit der Marke zu steigern und Klicks auf die Webseite zu generieren, insofern entschied ich mich für eine Traffic-Kampagne. Das brachte folgende Resultate:

  • Impressionen: 64,520 (83% davon auf Handys, lediglich 2% über Desktop, der Rest Tablet und mobile Web)
  • Interaktionen: 3.169 (Klicks + Closeups + Merken + Hide + Send)
  • Klicks: 736

Zwischen den einzelnen Anzeigen variieren die Werte wie folgt:

  • CPM 0,58 – 1,27 €
  • CTR 0,63 – 1,24%
  • CPC 0,09 – 0,10 €
  • Interaktionsrate 4,7 – 5,11%
  • CPE 0,01 – 0,03 €
  • Save-Rate 0,02 %
  • Closeup-Rate 2,7%
  • Earned impressions 3,07%
  • Hides 0,2%

KPIs, die ich laufend beobachten würde, sind:

  • die Save-Rate, also der Prozentsatz, mit dem sich ein Pin gemerkt wird. Ein deutliches Signal für Relevanz.
  • die Closeup-Rate, also der Prozentsatz, mit dem die Detailansicht eines Pins aufgerufen wird. Ein deutliches Signal für Interesse und eine gute Pin-Gestaltung, die zum Klicken einlädt.
  • Hides: Prozentsatz, wie oft die Anzeige ausgeblendet wird, ein Signal für fehlende Relevanz und möglicherweise ein schlechtes Targeting.
  • Earned impressions: Der Faktor zeigt an, wie stark die Anzeige auf organische Weise verbreitet wird.

Optimierungsmöglichkeiten

Die Click-Through-Rate kriegt man sicherlich noch höher, indem man die Anzeigen optimiert. Mein Ziel wäre es, da zunächst einmal auf 2% zu kommen. Dazu könnte man im Targeting Regionen mit niedriger CTR ausschließend, in meinem Fall wäre das Thüringen, Sachsen und natürlich auch solche mit niedrigen Conversions. Auch war die CTR auf dem iPhone mit 1,52% am höchsten, bei Android lag sie bei 1,1%. Auch das ließe sich noch einmal testen. Ansonsten sind die Targeting-Optionen doch leider sehr beschränkt. Für unseren Fall wäre beispielsweise ein Targeting nach Alter extrem hilfreich, da wir recht genau wissen, in welcher Altergruppe unsere Zielgruppe liegt.

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Anzeigenschaltung bei Pinterest

Was Sie wissen sollten, ist dass Anzeigen nicht gleichmäßig geschaltet werden. Offenbar werden Anzeigen mit niedriger CTR gedrosselt. Üblicherweise lasse ich Anzeigen zu Beginn gern fair gegeneinander konkurrieren. Um dies zu erzielen, wäre es angeraten mehrere Anzeigengruppen mit jeweils nur einer Anzeige einzurichten.

Conversionmessung

Es gibt eine sehr große Abweichung bei den Klicks, wenn ich die Angaben von Pinterest mit dem vergleiche, was in Google Analytics aufschlägt. Dort reduzieren sich die Klicks auf knapp ein Drittel – nicht verwunderlich in Zeiten von DSGVO und Opt-outs. Hier lautet meine Empfehlung ganz klar: Prüfen Sie Ihre Klicks in den Google Analytics und vergleichen Sie diese mit den Daten, die Ihnen Pinterest liefert. Ich würde Ihnen auch empfehlen die auf einem beworbenen Pin hinterlegte URL mit einem Tracking Code zu versehen, um die über Werbe-Pins erzeugten Pins in Google Analytics von organischen Pins zu unterscheiden.

Targeting bei Pinterest-Werbung

Interessant bei Pinterest ist ja die Kombination aus Keyword- und Interessen-Targeting. So sind Pinterest Ads quasi eine Mischung aus Facebook-Anzeigen und AdWords. In unserer Kampagne entfielen ca. 40.000 Impressionen auf das Keyword-Targeting (Keyword „Kaffee Geschenk“ und knapp 15.000 Impressionen auf das Interesse „Kaffee“. Der Rest wurde „automatisch“ ausgespielt, d.h. Pinterest spielt Ihre Anzeigen auf Keywords aus, die Sie zwar nicht definiert haben, die aber relevant sind. Hier handelt es sich um ein sogenanntes dynamisches Targeting, das Sie über den Button “Verwende deinen Pin, um dein Targeting auszuweiten” aktivieren können.

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Die wichtigsten Take-Aways für Ihre Anzeigen auf Pinterest:

  • Verwenden Sie Tracking-URLs für eine gezielte Auswertung Ihrer Pinterest-Anzeigen
  • Messen Sie Ihre Klicks in Google Analytics und vergleichen Sie diese mit den Klick-Angaben von Pinterest.
  • Bedenken Sie, dass Anzeigen nicht gleichmäßig geschaltet werden.
  • Optimieren Sie Ihre Anzeigen für mobile Endgeräte, dort wird Pinterest am häufigsten genutzt und dort werden auch die meisten Anzeigen ausgespielt!
  • Beobachten Sie die Performance Ihrer Anzeigen und optimieren Sie diese regelmäßig.

Nächste Schritte: Kampagnenoptimierung

Die Pins, die in der Kampagne die beste Performance aufwiesen, würde ich nun organisch noch einmal auf relevanten Pinnwänden teilen.

Im nächsten Anzeigentest würde ich einmal versuchen, Keyword-Targeting und Interessen-Targeting zu trennen, um zu sehen, ob sich da relevante Unterschiede zeigen.

Meine Custom Audience (Actalike) ist mittlerweile ausreichend groß, so dass ich auch hier einmal experimentieren würde.

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Auf Pinterest merken

Nachdem wir nun die ersten Werbeanzeigen auf Pinterest laufen haben, geht es nun ans Auswerten und Optimieren. Plus wichtige Erkenntnisse für Advertiser!

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