Gruppen-Pinnwände: Der ultimative Guide

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Bist du schon länger auf Pinterest aktiv, so hast du bestimmt schon einmal von Gruppen-Pinnwänden gehört. Wenngleich Pinterest eher Suchmaschine als soziales Netzwerk ist, so hat die Suchmaschine Pinterest doch einige soziale Komponenten. Beispielsweise Gruppen-Pinnwände. Gruppen-Pinnwände ermöglichen es mehreren Pinnern auf einer Pinnwand zusammenzuarbeiten. Sie sind ein Kollaborationstool, das in diversen Projekten genutzt werden kann, seien sie privater oder beruflicher Natur. Was du mit Gruppen-Pinnwänden so alles anstellen kannst, wie du passende Gruppen-Pinnwände findest und was es sonst noch zu beachten gilt, erfährst du im Beitrag.

Was ist eine Gruppen-Pinnwand und wie erstelle ich ein Gruppenboard?

Eine Gruppen-Pinnwand ist eine Pinnwand wie jede andere auch, auf der allerdings mehrere Menschen gemeinsam pinnen. Du kannst zu jeder deiner Pinnwände andere Nutzer einladen, mit dir zu pinnen. Gehe dazu einfach in die Einstellungen deiner Pinnwand und gebe unter „Mitwirkende“ den Namen der Person ein.

pinterest-gruppenboard-einstellungen

Diese erhält dann eine Einladung, mit dir gemeinsam auf der Pinnwand zu pinnen. Umgekehrt kann dich jeder Pinner zu einer seiner Pinnwände einladen.

Wann sollte ich eine Gruppen-Pinnwand nutzen?

Pinterest hat Gruppen-Pinnwände als Kollaborationstool entwickelt, um es Pinnern zu ermöglichen, gemeinsam an Projekten zu arbeiten. So könnte Bine Beispiel ihre Schwester bei der Hochzeitsplanung unterstützen und ihr über ein gemeinsames Gruppenboard verschiedene Pins für die Gestaltung der Hochzeitstafel zur Inspiration zeigen. Bines Schwester könnte dann kommentieren, ob ihr der Stil gefällt oder, wenn nicht, Pins auf die Gruppen-Pinnwand pinnen, die ihrer Schwester zeigen, welcher Stil sie mehr anspricht.

Gruppen-Pinnwände lassen sich auch ausgezeichnet im beruflichen Kontext nutzen: Unternehmen oder BeraterInnen setzen Gruppen-Pinnwände in Kundenprojekten ein, zum Beispiel bei der Planung einer Wohnungseinrichtung oder zur Stilberatung, um mit ihren Klienten neue Konzepte zu entwickeln.

Down-Ranking von Gruppenpinnwänden

Diese Kollaboration im Kleinen war tatsächlich die ursprüngliche Idee von Gruppen-Pinnwänden. Dann haben sich Gruppen-Pinnwände aber in eine andere Richtung entwickelt und wurden insbesondere von Bloggern stark zur Reichweitensteigerung genutzt. Erkennbar ist dies an den Regeln, die viele Gruppen-Pinnwände haben: Für jeden Pin, den du auf eine Gruppen-Pinnwand pinnst, sollst du einen Pin von dem Board weiterpinnen. Man hilft sich also gegenseitig, was ja auch nicht verkehrt ist. Pinterest ließ kürzlich durchblicken, dass das Unternehmen diese Vorgehensweise nicht so gern sieht, denn eigentlich möchten Pinner die Inhalte von den Leuten sehen, denen sie folgen und nicht von diversen anderen Leuten auf einer Gruppen-Pinnwand. Das Problem war schlicht, dass Gruppen-Pinnwände zu groß geworden waren. Viele Gruppen-Pinnwände hatten statt einer überschaubaren Anzahl von Kollaborateuren hundert und mehr Pinner. Infolgedessen begann Pinterest Inhalte von Gruppen-Pinnwänden herunterzuranken. Ein Mitarbeiter von Pinterest äußerte sich dazu wie folgt:

“The way you should be using group boards is if you are collaborating with another profile or pinner on something. Don’t use it as a way to drive traffic or gain distribution because that is not the original purpose of group boards. Something you’ll see over time is group boards will become a less effective strategy for gaining traffic. We are actually starting to down rank some of the content coming out of group boards just because we see that users like to see content from people they are explicitly following rather than seeing content from all the collaborators. We are definitely trying to promote content from the boards and users than the collaborative. Use group boards if you are collaborating on a project don’t think about it as a way to build traffic or things like that.” (Interview mit Buffer)

Davon waren vor allem US-BloggerInnen betroffen und das Thema Gruppen-Pinnwände stand plötzlich ganz oben auf der Agenda der öffentlichen Pinterest-Diskussionskultur. Das Problem war häufig aber auch, dass Nutzer fast ausschließlich auf Gruppen-Pinnwänden aktiv waren und wenig auf eigene Boards gepinnt haben. Ich würde dir immer empfehlen in erster Linie auf deine eigenen Boards zu pinnen und Gruppen-Pinnwände begleitend zu bespielen. Denn über deine eigenen Pinnwände hast du die Kontrolle, aber eine Gruppen-Pinnwand kann jederzeit vom Inhaber geschlossen oder umbenannt werden und das war es dann mit der Reichweite.

Lässt sich die Reichweite über Gruppen-Pinnwände noch steigern?

Tatsächlich ist es so, dass du über die Teilnahme an einem Gruppenboard potentiell mehr Reichweite bekommst, weil du schlichtweg mehr Leute erreichst. Das kann mit fünf Kollaborateuren schon sehr gut funktionieren und potenziert sich mit steigender Mitgliederzahl. Außerdem erreichst du noch mal ganz andere Leute als die, dir dir folgen. Du bekommst also zusätzliche Reichweite.

Die offizielle Ansage von Pinterest ist allerdings, dass Gruppen-Pinnwände nicht als Tool der Reichweitensteigerung entwickelt wurden, sondern zu Kollaborationszwecken. Das von Pinterest erkannte Problem war, dass viele Pinner auf möglichst vielen Gruppen-Pinnwänden aktiv waren (oder sind), die kaum Relevanz für ihr Business haben. Der Weg, den du also gehen willst, um Pinnwände optimal zu nutzen, ist dieser: Schließe dich mit einer ausgewählten Anzahl von Pinnern aus deiner Nische zusammen, um gemeinsam auf einer Gruppen-Pinnwand Pins auszutauschen und euer Thema zu „beackern“. Über den Feed der Gruppen-Pinnwand könnt ihr nahtlos miteinander kommunizieren und eure Aktivitäten auf dem Board verfolgen. Außerdem erscheinen dort Benachrichtigungen, wenn sich jemand einen neuen Pin merkt, einen Ordner hinzufügt oder ein neues Mitglied dazukommt. So kannst du dein Netzwerk erweitern.

Gruppenboards Aktivitätsfeed Pinterest

Gruppen-Pinnwände öffentlich oder privat nutzen?

Meiner Meinung nach sollten Gruppen-Pinnwände, die du zur Kollaboration in kleinen Gruppen nutzt, tendenziell privat bzw. geheim genutzt werden. Ich denke hier an private Nutzungsszenarien wie Hochzeitsplanung, Renovierung oder Urlaubsplanung. Berufliche Kollaborationen mit Kunden auf Gruppen-Pinnwänden fallen natürlich auch darunter.

Öffentliche Gruppen-Pinnwände tragen nach meinem Empfinden immer auch das Element einer erstrebten Reichweitensteigerung in sich. Letztlich geht es dabei ums Netzwerken und damit darum, sich und seine Leistungen bekannter zu machen sowie sich gegenseitig zu bereichern. Kollaborationen und Kooperation dienen dazu, sich gegenseitig voran zu bringen.

So findest du relevante Gruppen-Pinnwände

Es ist nicht ganz leicht die passenden Gruppen-Pinnwände zu finden, weil es kein wirklich gutes Tool oder Verzeichnis gibt. Enter: Research Mode! Hier meine Tipps zur Suche nach relevanten Gruppen-Pinnwänden:

1. Gib in die Pinterest-Suche „Gruppen-Pinnwand/Group Board + [deine Nische]“ ein und wähle „Pinnwände“ im Filtermenü aus.

suche-gruppenpinnwand

2. Probiere mal die andere Suchmaschine und google nach deiner Nische und dem Stichwort „Gruppen-Pinnwand“

3. Besuche die Profile von Pinfluencern in deiner Branche und schaue nach, ob diese auf relevanten Gruppen-Pinnwänden aktiv sind.

4. Es gibt einige sehr aktive Facebook-Gruppen rund um Pinterest-Marketing, in denen Dokumente mit aktiven Gruppen-Pinnwänden, nach Branchen sortiert, geführt werden. Auch dort lohnt sich ein Blick, sowie die Teilhabe an diesen Gruppen allemal!

5. Ergänzend kannst du auch einmal auf Pingroupie schauen, die Erfolgsquote ist allerdings recht gering, weil dort in erster Linie US-Gruppen-Pinnwände geführt werden und das allem Anschein nach auch nicht mehr so wahnsinnig aktiv.

Das ist bei der Auswahl von Gruppen-Pinnwänden zu beachten

Bei der Auswahl relevanter Gruppen-Pinnwände solltest du einige Kriterien anlegen, damit du und auch die anderen Kontributoren von deiner Teilnahme profitieren:

1. Nimm nur an Gruppen-Pinnwänden teil, die deine Nische bedienen. Es bringt dir wirklich gar nichts, deine Inhalte auf off topic-Pinnwänden zu posten. Im Gegenteil, es wird dir sogar schaden, denn das ist nichts anderes als Spam!

2. Hast du eine Gruppen-Pinnwand innerhalb deiner Nische gefunden, so überzeuge dich davon, dass die Kontributoren hochwertigen Content pinnen, der dich überzeugt. Die Gruppen-Pinnwand wird schließlich auf deinem Profil sichtbar sein und somit auch dich und dein Business repräsentieren.

3. Schau auch, wie viele Kontributoren die Gruppen-Pinnwand bereits hat. Bei einer überschaubaren Anzahl an Pinnern ist es leichter, in Kommunikation zu treten, wobei ich Gruppen-Pinnwänden mit vielen Kollaboratoren nicht absprechen möchte, dass der Kommunikationsfluss dort nicht auch funktionieren kann.

4. Finde heraus, wie aktiv die Gruppen-Pinnwand ist. Wann wurde der letzte Pin gepinnt, in welchen Abständen wird gepinnt und beteiligen sich alle Kontributoren aktiv an der Pinnwand? Pinnwände, in denen kaum noch gepinnt wird, solltest du direkt meiden, dort wirst du vermutlich kein nennenswertes Engagement mehr triggern.

So wirst du Mitglied in einer Gruppen-Pinnwand

Update 11.04.2019: Pinterest rollt derzeit ein neues Feature für Gruppen-Pinnwände aus: Ein Button „Beitreten“, über den interessierte Pinner eine Beitrittsanfrage stellen können. Das sieht dann so aus: 

Falls du davon noch nichts siehst, lies hier weiter, ansonsten kannst du diesen Punkt auch gern überspringen.

Um als KollaborateurIn in eine Gruppen-Pinnwand aufgenommen zu werden, folgst du am Besten den Anweisungen der Inhaberin. Im besten Fall findest du diese in der Pinnwand-Beschreibung erläutert. In der Regel wirst du aufgefordert, einen Kommentar an einer bestimmten Stelle zu hinterlassen oder es ist eine E-Mail-Adresse vermerkt, an die du dich wenden kannst.

Wenn du den Gruppen-Pinnwandbetreiber kontaktierst, dann mache es ihm oder ihr möglichst einfach, dich hinzuzufügen:

1. Stell dich kurz vor: Wer bist du und was machst du?
2. Erkläre dich kurz: Warum möchtest du auf der Pinnwand mitpinnen? Welchen Benefit kannst du liefern?
3. Hinterlasse den Link zu deinem Pinterest-Profil, damit dein Ansprechpartner dich schnell hinzufügen kann.

Regeln in Gruppen-Pinnwänden

Du wirst auf den meisten Gruppen-Pinnwänden Regeln zur Teilnahme finden. Meistens geht es darin um ein faires Engagement, d.h. wenn du einen Pin auf der Gruppen-Pinnwand pinnst, bist du angehalten einen Pin von der Pinnwand weiterzupinnen. Häufig gibt es auch eine Regel, wie viele Pins du maximal auf einmal posten darfst. An diese Regeln solltest du dich natürlich halten, denn dies gewährleistet, dass alle voneinander profitieren und es beugt Spam vor. Ignorierst du die Regeln, kann es gut sein, dass dich der Administrator wieder ausschließt.

Seit kurzem gibt es auf den Gruppen-Pinnwänden einen so genannten Aktivitätsfeed. Dort siehst du, wer neue Inhalte postet oder der Pinnwand beigetreten ist. Hier kannst du direkt kommentieren und in Interaktion treten. Für den Kollaborationsgedanken von Gruppen-Pinnwänden ist dies natürlich extrem nützlich.

So stellst du fest, ob du von einer Gruppen-Pinnwand profitierst

Disclaimer: Dieser Abschnitt ist für dich nur relevant, wenn du Gruppen-Pinnwände mit der Zielsetzung nutzt, dadurch auf dich und dein Business aufmerksam zu machen und deine Bekanntheit zu steigern. Nutzt du Gruppenpinnwände privat oder in Kundenprojekten, kannst du den folgenden Abschnitt gern überspringen.

Wenn du dich an Gruppen-Pinnwänden beteiligst, möchtest du natürlich wissen, ob sich deine Aktivitäten positiv auswirken. In den Pinterest Analytics kannst du dies überprüfen. Gehe auf https://analytics.pinterest.com/domain/ und schaue im untersten Bereich „Pinnwände mit den häufigsten Pin-Impressionen der letzten 30 Tage“. Idealerweise schlagen deine Gruppen-Pinnwände hier auf und du kannst einsehen, wie viele Impressionen, Klicks und gemerkte Pins die Pins von deiner Webseite hervorgerufen haben. Pinnst du auch kuratierte Pins auf deinen Gruppen-Pinnwänden, hast du meines Wissens nach keine Möglichkeit deren Performance zu tracken.

Du kannst die Daten aus den Pinterest Analytics übrigens als .csv-Datei herunterladen. Diese bietet dir noch mehr Kennzahlen als du im Interface siehst. Über eine Formel kannst du dir rasch deine Clickthrough-Raten berechnen. Das bietet dir eine Indikation, wie wertvoll diese Pinnwände für dich sind. Vielleicht gibt es Gruppen-Pinnwände, von denen du dich verabschieden kannst und andere, auf denen du deine Aktivitäten ausweiten solltest.

In Google Analytics kannst du messen, wie viel Traffic dir deine Pins auf Gruppen-Pinnwände bringen. Der mühsame Weg ist der manuelle, der so kompliziert ist, dass ich ihn dir gar nicht erst zeigen werde. Auch die Alternative ist nicht ganz unumständlich: Wenn du deine Pins manuell auf Gruppen-Pinnwände hochlädst, kannst du deiner URL UTM-Tracking-Parameter hinzufügen. Gib als Kampagnenparameter beispielsweise „Gruppen-Pinnwand XY“ eintragen. So kannst du über das Kampagnentracking in Google Analytics genau messen, wie viel Traffic dir ein Pin auf eine Gruppen-Pinnwand einbringt.

Für eine bequeme Auswertung deiner Pinterest-Daten in Google Analytics empfehle ich dir meine Vorlage für das Google Data Studio, die du bequem an deine Bedürfnisse anpassen kannst.

Vorlage: Pinterest-Traffic in Google Analytics

Ich empfehle dir außerdem, für das Erstellen der UTM-Codes eine Tracking-Vorlage zu verwenden, denn es ist super wichtig hier genau zu arbeiten, sonst gerät dir im Google Analytics alles durcheinander. Hier kannst du dir kostenfrei meine Vorlage für UTM-Tagging kopieren.

Eine weitere Möglichkeit, Gruppenpinnwände zu analysieren findest du in Tailwind. Dort kannst du dir in den Board Insights alle Gruppen-Pinnwände, auf denen du aktiv bist, gesondert ausweisen lassen. Du erhältst Informationen über Pins, Follower, Repins und Kommentare auf diesen Pinnwänden. Darüber hinaus berechnet Tailwind die Repin Rate (Virality Score) sowie einen Engagement Score (Repins per Follower). So kannst du schnell erkennen, auf welchen Pinnwänden eine hohe Aktivität herrscht, sprich wo Pins stark weiterverbreitet werden. Je nach Zielsetzung deiner Gruppen-Pinnwände variieren hier natürlich die Erwartungen. Nutzt du deine Gruppen-Pinnwände zur Planung im Privaten oder zur Kollaboration in geschlossenen Kundenprojekten, werden diese Aktivitätsmesser niedrig sein. Ist es aber dein Ziel, deine Visibilität zu steigern, so sind Gruppen-Pinnwände mit hohem Engagement deutlich von Vorteil.

Du kennst Tailwind noch nicht? Klicke hier, um Tailwind kostenfrei zu testen (Affiliate Link). Du kannst deine Pins bequem und zeitsparend vorausplanen und deren Performance tracken. Lies hier meinen Beitrag über die 6 Killer Features von Tailwind.

Gründe deine eigene Gruppen-Pinnwand

Nachdem du jetzt so viel über Gruppen-Pinnwände erfahren hast, bist du vielleicht voll motiviert, deine eigene Gruppen-Pinnwand zu starten. Bist du eher Team Privatprojekt oder Team Publicity? Was auch immer dein Anreiz ist, probiere es mal aus und berichte mir gern von deinen Erfahrungen. Happy Pinning!

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