Facebook Power Editor: Der Kraftprotz für Ihre Anzeigen

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Wenn Sie regelmäßig Werbekampagnen auf Facebook schalten und dabei mehrere Kundenaccounts betreuen, lohnt sich der Einsatz des Power Editors. In diesem Beitrag erläutern wir Ihnen, was dieser kann.

1. Was ist der Power Editor?

Der Power Editor ermöglicht ein professionelles Management von Facebook-Werbekampagnen. Das Tool bietet nützliche Funktionen zur Steigerung der Performance und der Effektivität Ihrer Anzeigen und Ihrer Werbetätigkeit wie Filter, Massenbearbeitung von Kampagnen, Werbeanzeigengruppen und Werbeanzeigen, das Zuweisen von Tags und mehr. Wenn Sie also regelmäßig Anzeigen schalten oder mehrere Anzeigenkunden betreuen, kommen Sie um den Power Editor kaum herum. Oft werden neue Funktionen erst im Power Editor getestet, bevor sie in den Werbeanzeigenmanager integriert werden. Insofern haben Sie unter Verwendung des Power Editors stets die Nase vorn.

2. Wie funktioniert der Power Editor?

Der Power Editor ist unter der URL www.facebook.com/ads/manage/powereditor zugänglich.

Der Power Editor ist in fünf zentrale Bereiche unterteilt:

2.1 Werbeanzeigen verwalten

2.1.1 Bekannte Struktur

Der Power Editor bietet Ihnen viele Optionen, um Ihre Werbemaßnahmen effizienter zu managen. Sie können zunächst Ihre Kampagnen, Werbeanzeigengruppen und Werbeanzeigen erstellen und bearbeiten.

In der Kampagne definieren Sie das Ziel Ihrer Werbeaktivität, z.B. Webseiten Conversions oder App-Installationen. Darüber hinaus können Sie hier zur Kostenkontrolle ein Ausgabenlimit setzen.

Auf der Ebene der Werbeanzeigengruppen legen Sie das Budget fest (Tagesbudget oder Laufzeitbudget), wie lange und wann (wenn Sie sich für ein Laufzeitbudget entscheiden, können Sie Ihre Anzeigen stundengenau planen) Ihre Kampagne laufen soll und wo diese platziert werden soll (z.B. im Newsfeed oder in der rechten Seitenspalte). Hier definieren Sie auch Ihre Zielgruppe und wählen ein Optimierungs- und Preismodell. Wenn Sie auf mobilen Geräten werben, können Sie noch wählen, ob Ihre Anzeigen nur auf iOS- oder Android-Geräten ausgespielt werden sollen. Des Weiteren lässt sich das Kampagnenziel Produktkatalogverkäufe verfolgen.

Im Menü Werbeanzeigen erstellen Sie schließlich Ihre Anzeigen mit den üblichen Parametern: Text, Bilder, Video, URLs und Call-to-action.

2.1.2 Mehr Übersichtlichkeit

Suche

Mit dem Power Editor behalten Sie bei einer aktiven Werbetätigkeit einen guten Überblick über Ihre Maßnahmen. Sie können Ihre Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen gezielt durchsuchen, filtern und vergleichen. Die Suche erfolgt gefiltert auf der Ebene Ihrer Kampagnen, Werbeanzeigengruppen und Werbeanzeigen sowie über Ihre definierten Tags hinweg.

Filter

Filter lohnen sich, sobald Sie eine unüberschaubare Liste an Inhalten auf einer der drei Ebenen erstellt haben. Sie können sich die einzelnen Elemente nach Auslieferung filtern: aktive, inaktive, geplante, nicht ausgelieferte, abgeschlossene, derzeit überprüfte, nicht ausgelieferte und gelöschte Kampagnen, Werbeanzeigengruppen und Werbeanzeigen. Sie können die einzelnen Elemente aber auch nach Kampagnenzielen anzeigen lassen, also z.B. alle Kampagnen mit dem Ziel „Mobile App-Installationen“. Oder aber kürzlich geänderte oder noch nicht hochgeladene Elemente, was sich im Bearbeitungsmodus als recht praktisch erweist, um den Überblick zu behalten.

Tags

Im Power Editor können Sie auf Kampagnen-Ebene Tags bzw. Markierungen einsetzen, um Ihren Account übersichtlicher zu strukturieren. Sobald Sie Ihre Kampagnen mit Tags markiert haben, können Sie diese entsprechend filtern. So lässt sich beispielsweise bei Kampagnen zu verschiedenen Produkten oder verschiedenen Sale-Aktionen der Überblick bewahren.

2.1.3 Mehr Effizienz durch Massenbearbeitung

Auf jeder der drei Ebenen können Sie mehrere Zeilen markieren und bearbeiten – eine deutliche Zeitersparnis, z.B. bei der Änderung von Zielgruppen, Platzierungen, Texten, Bildern, Calls-to-action oder URLs. Um mehrere Elemente gleichzeitig zu bearbeiten, markieren Sie diese und wählen Sie dann das Bearbeiten-Symbol am rechten Seitenrand. Das Interface zeigt Ihnen alle die Werte an, die in den ausgewählten Elementen identisch sind bzw. wo dies nicht der Fall ist, steht „Verschiedene Werte“.

2.1.4 A/B-Tests leicht gemacht

Im Power Editor können Sie Kampagnen, Werbeanzeigengruppen und Werbeanzeigen duplizieren. Dies ist äußerst nützlich, um A/B-Tests zu fahren, indem Sie in der Kopie eine Variable ändern, um zu sehen, ob sich die Performance verbessert. Außerdem sorgt dieses Feature für mehr Effizienz bei der Anzeigengestaltung, wenn Sie nur wenige Parameter verändern möchten.

Eine weitere Möglichkeit für A/B-Tests bietet das Feature „Zielgruppen aufteilen“ auf der Werbeanzeigengruppen-Ebene.

Hier wird ein Duplikat Ihrer Zielgruppe erstellt, das dann bearbeitet werden kann, um A/B-Tests bezüglich des Alters und des Geschlechts anzustellen.

Eine Indikation, welche Aufteilung sich lohnen kann, bietet Ihr Werbeanzeigenbericht, in dem Sie einsehen können, welche Altersgruppen und welches Geschlecht am häufigsten auf Ihre Anzeigen geklickt haben.

2.1.5. Performance messen

In der Leistungsstatistik können Sie verschiedene Anzeigen, Anzeigengruppen und Kampagnen vergleichen. Dabei erhalten Sie einen grafischen Überblick darüber, welche Ihrer Maßnahmen die bessere Leistung aufweisen. Dies ist ein sehr praktisches Tool, um Ihre Werbemaßnahmen im Anschluss, aber auch während der Laufzeit zu optimieren. Das Chart zeigt nämlich an, ob Ihre einzelnen Werbeaktionen über- oder unterdurchschnittlich abschneiden.

2.1.6 Offline arbeiten

Über die Import/Export-Funktion können Sie eine CSV-Datei zum Erstellen und/oder Ändern Ihrer Werbemaßnahmen einsetzen. Das Anlegen mehrerer Werbeanzeigen ist so deutlich effizienter. Sie können nicht nur bestehende Kampagnen, Werbeanzeigengruppen und/oder Werbeanzeigen zur Bearbeitung herunterladen, sondern auch vermittels einer Vorlage von Null anfangen.

Darüber hinaus können Sie die Spalten für den Export auch an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen.

2.1.7 Nachverfolgen durch URL Tags und Conversion Pixel

Auf der Ebene der Werbeanzeigen können Sie URL-Tags oder ein Conversion Pixel zur Nachverfolgung setzen. URL-Tags helfen Ihnen dabei, in einem Analyticsprogramm wie Google Analytics oder Piwik den von Ihren Anzeigen generierten Traffic zu identifizieren. Diesen sehen Sie beispielsweise in Google Analytics unter dem Menüpunkt Akquisition / Kampagnen. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie das von Facebook angebotene URL-Tags-Feld nutzen oder das UTM-Tool von Google. Letztere fügen Sie einfach an Ihre Ziel-URL ein. Für die URL-Tags von Facebook steht Ihnen im Power Editor ein extra Feld zur Nachverfolgung zur Verfügung.

Noch genauere Informationen über die Interaktion mit Ihren Anzeigen erhalten Sie über Facebook Conversion Tracking Pixel. Um dieses einzusetzen, müssen Sie zunächst einen HTML-Code auf Ihrer Seite platzieren. Danach können Sie einsehen, welche Handlungen Ihre Webseitenbesucher ausführen, nachdem Sie auf eine Werbeanzeige geklickt haben. So können Sie genau tracken, wie viele Ihrer Werbekontakte zu Bestellungen, Downloads, Anmeldungen usw. geführt haben. Conversion Tracking Pixel sind also ein unerlässliches Tool, wenn Sie den aus Ihren Werbemaßnahmen generierten Umsatz und den ROI Ihrer Werbeaktivitäten genau messen möchten.

2.1.8 Titel für Kampagnen, Werbeanzeigengruppen und Werbeanzeigen generieren

Falls Sie gern mit einheitlichen Namenskennungen arbeiten, können Sie automatisch Titel für Ihre Kampagnen, Werbeanzeigengruppen und Werbeanzeigen generieren. Klicken Sie dazu auf den Namen eines Elements (auch hier können Sie mehrere Elemente auswählen, um zeitsparend zu arbeiten) und wählen Sie den danebenstehenden Link „Mit verfügbaren Feldern umbenennen“. Wählen Sie die gewünschten Felder aus und speichern Sie Ihre Änderungen.

2.2  Zielgruppen

Hier bekommen Sie einen Überblick über Ihre gespeicherten Zielgruppen. Wenn Sie bestimmte Zielgruppen öfter verwenden, lohnt es sich, diese abzuspeichern. So können Sie diese bei Bedarf schnell aufrufen, statt alle Parameter neu zu definieren und sparen so wertvolle Zeit.

Außerdem können Sie hier Custom Audiences und Lookalike Audiences erstellen. Für eine Custom Audience können Sie entweder Kundendaten hochladen (E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Facebook-Nutzer-IDs oder App-Nutzer-IDs), auf deren Basis dann ein Matching mit den Facebook vorliegenden Daten erfolgt. Oder Sie setzen ein Pixel auf Ihre Webseite, um Ihre Besucher zu tracken. Hier bietet Facebook mehrere Möglichkeiten: So können Sie nicht nur alle Besucher in einem bestimmten Zeitraum tracken, sondern beispielsweise auch solche, die nur eine bestimmte Seite besucht haben oder ehemalige Besucher, die schon länger nicht mehr auf Ihrer Seite waren.

Eine Lookalike Audience spricht Menschen an, die einer Ihrer Custom Audiences oder auch den Fans Ihrer Seite ähneln. Damit können Sie sich ganz neue Nutzerschaften erschließen, die für Ihre Angebote sensibel sind.
Datenschutzrechtlich sind diese beiden Features in Deutschland jedoch nicht ganz unproblematisch, wie Rechtsanwalt Thomas Schwenke in zwei Analysen zum Thema zeigt. Da in beiden Fällen personenbezogene Daten an Facebook geleitet werden, müssen Nutzer in die Übermittlung seiner Daten explizit einwilligen, womit die Conversion Rate deutlich sinken dürfte.

2.3 Bibliothek

Die Bibliothek bietet Ihnen einen Überblick über alle Bilder, die Sie in den Power Editor hochgeladen haben. Falls Sie die gleichen Motive wiederholt in Ihren Anzeigen einsetzen, können Sie hier einsehen, in welchen Werbeanzeigen ein Bild verwendet wird. Zudem können Sie hier nach Bildern suchen, neue Bilder in den Power Editor hochladen und sich die Bilder nach Größen und Aktualität sortieren lassen. Bei der Sortierung nach Größe werden Ihnen die Pixelmaße angezeigt, was recht praktisch ist, um die Qualität Ihrer Bilder zu überprüfen, da sich die Anforderungen an die Bildmaße bei Anzeigen mit einem Bild (1200 x 628) und Anzeigen mit mehreren Bildern (Carousel Link Ads) (600 x 600) unterscheiden.

2.4 Berichte

Hier haben Sie Zugriff auf Ihre gespeicherten Berichte. Außerdem können Sie neue Berichte zu Ihren Kampagnen erstellen und sich diese regelmäßig per E-Mail zusenden lassen, was das Reporting deutlich vereinfacht. Die Form der Berichte können Sie ganz nach Ihren individuellen Notwendigkeiten anpassen und auch nachträglich ändern, wenn Sie feststellen, dass gewisse Parameter fehlen oder unnötig sind. Sie können sich beispielsweise regelmäßig Berichte zusenden lassen, die demografische Daten der Nutzer enthalten, die auf Ihre Anzeigen geklickt haben, wie Alter und Geschlecht oder auch die Region. Oder aber Berichte zur Platzierung der Anzeigen (Newsfeed, Seite) und der Geräte (Desktop, mobil), was weitere Optionen zur Optimierung Ihrer Anzeigen bietet. Die Einstellungsmöglichkeiten sind hier wirklich sehr granular und dürften so ziemlich alle Bedürfnisse befriedigen.

2.5 Seitenbeiträge

Hier verwalten Sie Ihre geplanten, veröffentlichten und beworbenen Beiträge. Dies ist auch die Stelle, wo Sie Dark Posts anlegen können.

Geplante Beiträge: Hier können Sie Status-, Foto- und Videobeiträge entwerfen und im Anschluss direkt teilen, zur Veröffentlichung zu einem späteren Zeitpunkt planen – oder auch zurückdatieren.

Veröffentlichte Beiträge: Hier bekommen Sie einen Überblick über alle veröffentlichten Beiträge auf Ihrer Facebook-Seite, einschließlich Statistiken zur Reichweite und zum Engagement. Sie können diese durchsuchen und bearbeiten. So lassen sich mehrere Beiträge markieren und löschen oder aber aus einem Beitrag eine Werbeanzeige erstellen. Dabei können Sie zwischen den Zielen „Webseiten-Conversions“, „Klicks auf die Webseite“ sowie „Interaktion mit Seitenbeiträgen“ wählen.
Auch hier können Sie neue Beiträge und Werbeanzeigen erstellen, allerdings mit mehr Optionen als im Menüpunkt „Geplante Beiträge“. Zu wählen ist hier zwischen Link-, Foto-, Video-, Status- und Angebotsbeiträgen. Bei den hier angelegten Werbeanzeigen handelt es sich um so genannte Dark Posts.

Werbeanzeigenbeiträge: Hier sehen Sie alle Ihre Werbeanzeigen aufgelistet, ebenfalls mit Informationen zur Reichweite und zum Engagement. Sie können diese als Beitrag veröffentlichen, planen, löschen oder erneut als Werbeanzeige verwenden.

Im Prinzip finden Sie hier viele Funktionen wieder, die auch an anderer Stelle, etwa auf der Facebook-Seite selbst, im Power Editor unter „Werbeanzeigen verwalten“ oder in den Facebook Statistiken, zugänglich sind. Den größten Nutzen entfaltet dieser Bereich bei der Erstellung von Seitenbeiträgen mit Call-to-actions und bei Angebotsbeiträgen, wie wir unter dem oben geteilten Link zeigen.

3. Die Vorteile des Power Editors im Überblick

  1. Der Power Editor lohnt sich beim Verwalten mehrerer Kundenaccounts, da diese alle über eine Oberfläche zugänglich sind. Auch der Einsatz des Business Managers von Facebook wäre in diesem Fall anzuraten. Wenn Sie nur ein Konto verwalten, aber eine hohe Werbetätigkeit aufweisen, lohnt sich der Einsatz des Power Editors ebenfalls, da dieser die Übersichtlichkeit zwischen und das Management der einzelnen Maßnahmen doch sehr erleichtert.
  2. Mehr Effizienz: Anhand der zahlreichen Filter und der Optionen zur Massenbearbeitung arbeiten Sie bei regelmäßiger Nutzung der Werbe-Optionen von Facebook sehr schnell.
  3. A/B-Tests: Der Power Editor ermöglicht es auf einfache Weise A/B-Tests durchzuführen, indem Sie einzelne Parameter verändern und im Anschluss die Performance vergleichen. Von dieser Option sollten Sie als Werbetreibender unbedingt Gebrauch machen, denn nur so können Sie Ihre Kampagnen beständig optimieren und aufschlussreiche Erkenntnisse über Ihre Zielgruppen gewinnen.
  4. Reporting und Optimierung: Anhand der Leistungsstatistiken können Sie noch während laufender Kampagnen prüfen, welche Maßnahmen über- und unterdurchschnittlich performen und entsprechend reagieren. Darüber hinaus können Sie sich maßgeschneiderte Berichte zu Ihren Kampagnen regelmäßig zusenden lassen und als Basis weiterer Kampagnen verwenden.
  5. Mobiles Targeting: Der Power Editor bietet Ihnen die Möglichkeit bei der Aussteuerung auf mobile Endgeräte nach Android, iOS und herkömmlichen Telefonen zu filtern.
  6. Auf Instagram werben: Sie können Ihre Anzeigen auch auf Instagram ausspielen. Wählen Sie dazu einfach die Instagram-Platzierung auf der Ebene der Werbeanzeigengruppe aus.
  7. Produktkatalogverkäufe: Unter der Verwendung des Business Managers und des Power Editors können E-Commerce-Anbieter dynamische Produktwerbeanzeigen erstellen. Damit lassen sich Personen gezielt ansprechen, die in Ihren Sales Funnel eingetreten sind, ohne ihn abgeschlossen zu haben. Das können Besucher Ihrer App oder Webseite sein, die sich bestimmte Produkte angesehen oder im Einkaufskorb abgelegt haben, ohne zu kaufen.


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