Gruppenboards auf Pinterest effektiv nutzen

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In dieser Folge erfahren Sie von Pinterest-Marketing-Expertin Dr. Melanie Grundmann, zu welchen Zwecken Sie Gruppen-Pinnwände auf Pinterest einsetzen können, welche Arten von Gruppen-Pinnwänden es gibt und wann sich der Einsatz von Gruppen-Pinnwände für Unternehmen lohnen kann.

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Was sind Gruppenboards?

Wenn Sie schon länger auf Pinterest aktiv sind, haben Sie bestimmt schon einmal von Gruppenboards gehört. Pinterest ist viel mehr Suchmaschine als soziales Netzwerk. Aber die Suchmaschine Pinterest hat doch einige soziale Komponenten – Gruppen-Pinnwände sind eine davon.

Gruppenpinnwände ermöglichen es mehreren Pinnern, auf einer Pinnwand zusammenzuarbeiten. Sie sind ein Kollaborationstool, das in diversen Projekten genutzt werden kann, seien sie nun privater oder beruflicher Natur.

Ein Gruppenboard ist eine Pinnwand wie jeder andere auch. Den einzigen Unterschied ist, dass hier mehrere Nutzer zusammen pinnen. Der Prozess ist es so, dass Sie eine normale Pinnwand haben und diese in eine Gruppen-Pinnwand umwandeln, indem Sie sie für mehrere Nutzer öffnen. Sie können zu jeder Ihrer Pinnwände andere NutzerInnen einladen, mit Ihnen gemeinsam darauf zu pinnen.

Dazu gehen Sie in die Einstellungen Ihrer Pinnwand und geben dann unter Mitwirkende den Namen der Person ein. Diese Person erhält dann eine Einladung und kann diese annehmen oder ablehnen. Wenn sie sie annimmt, kann sie nun gemeinsam mit Ihnen auf dieser Pinnwand pinnen.

Es gibt kein Limit – oder zumindest ist mir keines bekannt – wie viele Personen an einer Pinnwand teilnehmen können. Umgekehrt kann natürlich auch jeder andere Pinner Sie zu einer seiner oder ihrer Pinnwände einladen. 

Wozu kann man ein Gruppenboard nutzen? 

Pinterest hat Gruppenboards ursprünglich als Kollaborationstool entwickelt, um es Nutzerinnen  zu ermöglichen, gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Das kann so etwas sein wie: Sie planen eine Hochzeit und Ihre Schwester unterstützt Sie dabei. Sie sammeln Ideen auf einer gemeinsamen Pinnwand. Oder Sie möchten mit Ihrem Freund zusammenziehen und sammeln auf einer Pinnwand gemeinsame Ideen, wie diese zukünftige gemeinsame Wohnung eingerichtet werden kann. 

Gruppenboards lassen sich aber auch ausgezeichnet im beruflichen Kontext nutzen. Unternehmen oder Berater/Beraterinnen setzen Gruppen-Pinnwände in Kundenprojekten ein z.B. bei der Planung einer Wohnungseinrichtung oder bei der Stilberatung, um mit den Klienten neue Konzepte zu entwickeln. 

Wenn Sie schon länger auf Pinterest aktiv sind,  haben Sie vielleicht mal davon gehört, dass Pinterest die Gruppenpinnwände depriorisiert  hat. 
Die Kollaboration im Kleinen, wie wir sie gerade besprochen haben, ist die ursprüngliche Idee von Gruppenpinnwänden. Gruppen-Pinnwände hatten sich schon aber insbesondere in den USA in eine ganz andere Richtung entwickelt und wurden von Bloggern dazu genutzt, ihre Reichweite zu steigern. Das heißt es wurden oft Pins auf Gruppenpinnwände geteilt, die inhaltlich keine hohe Relevanz hatten. Folglich gab es nur noch wenig Mehrwert für die Follower der Pinnwand. 

Der Fokus auf die Kollaboration im Kleinen macht sich auch bemerkbar an neuen Features wie zum Beispiel, dass Nutzer auf Pinnwänden Notizen hinterlegen können. Der  Schwerpunkt auf Zusammenarbeit wird so  deutlich gesteigert. 

Wenn Sie Gruppenboards nutzen, sollten Sie dies innerhalb einer Nische tun, um Mehrwert zu bieten – entweder für die Mitglieder oder, wenn es eine öffentliche Pinnwand ist, für die Follower. 

Diese Reichweitensteigerung ist auch an den Regeln  erkennbar. Es gibt viele Gruppenpinnwände mit der Vorgabe: Für jeden Pin, den Sie pinnen, sollten Sie einen Pin von dem Board weiterpinnen. Man hilft sich also gegenseitig. 

Grundsätzlich ist es  wichtiger, dass Sie in erster Linie auf Ihre eigenen Pinnwände pinnen und Gruppenboards begleitend bespielen. Über Ihre eigenen Pinnwände haben Sie volle Kontrolle, bei Gruppen-Pinnwänden wissen Sie nie, was damit passiert, ob sie geschlossen wird oder von Spam belästigt. Manchmal sieht man Profile, die auf sehr vielen Gruppen-Pinnwänden aktiv sind. Das sollte nicht Ihr Ziel sein.

Gruppenboards zur Steigerung der Reichweite?

Tatsächlich ist es so, dass Sie über die Teilnahme an einer Gruppen-Pinnwand potenziell mehr Reichweite bekommen, weil Sie schlichtweg mehr Leute erreichen. Das kann mit fünf Kollaborateuren schon
sehr gut funktionieren und potenziert sich natürlich mit steigender Mitgliederzahl. Quantität und Qualität der Reichweite ist dann natürlich noch mal andere Frage. Reichweite allein bringt Ihnen nichts, wenn diese nicht konvertiert oder wenn Sie die falschen Leute erreichen. Insofern sollte das nicht das ausschlaggebende Argument sein. 

Interessant ist aber schon, dass Sie über Gruppen-Pinnwände noch mal eine ganz andere Zielgruppe erreichen können, als die, die Ihnen bereits folgt.
Wenn wir noch mal darauf blicken, dass Pinterest Gruppen-Pinnwände nicht als Tool zur Reichweitensteigerung entwickelt hat, sondern zur Kollaboration, dann ist ja das Problem, das
dahintersteht, dass Pinterest erkannt hatte, dass  viele Pinner auf möglichst vielen Gruppen-Pinnwänden aktiv waren oder auch noch sind, die kaum eine Relevanz für ihr Business haben. Das heißt, Sie sollten Gruppenpinnwände optimal und strategisch nutzen, indem Sie sich mit einer ausgewählten Anzahl von Nutzern aus Ihrer Nische zusammenschließen, um gemeinsam auf einer Gruppenpinnwand in Austausch zu gehen.

Über den Feed der Gruppenpinnwand können Sie miteinander kommunizieren und die Aktivitäten auf der Pinnwand verfolgen. Das heißt Sie können so Ihr Netzwerk stärken. Sie können auch Benachrichtigungen erhalten, wenn sich jemand einen neuen Pin merkt oder ein neues Mitglied dazu kommt.

Gruppenboards öffentlich oder privat nutzen?

Meiner Meinung nach sollten Gruppenpinnwände, die Sie zur Kollaboration in kleinen Gruppen nutzen, tendenziell eher privat sein, also auf geheim
gestellt werden. Ich denke an private Nutzungsszenarien wie Hochzeit planen und Renovierungen oder auch die Zusammenarbeit mit Kunden. Es kann also durchaus auch im beruflichen Kontext Sinn machen, die Gruppenpinnwände geheim zu halten.

 Öffentliche Gruppenpinnwände tragen nach meinem Empfinden immer auch das Element einer erstrebten Reichweitensteigerung in sich. Letztlich geht es dabei ums Netzwerken und damit auch darum, sich und seine Leistungen bekannter zu machen und sich gegenseitig zu bereichern.

Wie finde ich relevante Gruppenboards?

Es ist ja nicht ganz leicht, die passenden Gruppenpinnwände zu finden, weil es kein wirklich gutes Tool und auch kein Verzeichnis gibt. Das heißt, Sie müssen hier wirklich recherchieren. Daher auch mein Appell an Sie, wenn Sie eine Gruppenpinnwand aufmachen, nennen Sie diese bitte auch Gruppen-Pinnwand oder Gruppenboard. So kann diese in der Pinterest- und auch in der Google-Suche besser ausgespielt werden. 

In den Suchergebnissen erkennen Sie Gruppenpinnwände daran, dass unten links in dem Vorschaubild der Pinnwand ein Kreis zu sehen ist. Darin sehen Sie mehrere Profilbilder.

Um Gruppenpinnwände auf Pinterest zu finden geben Sie in die Pinterest-Suche den Namen des Themas plus eventuell “Gruppen-Pinnwand” oder “Grupppenboard” ein und wählen im Filtermenü “Pinnwände” aus. Durch die Ergebnisse müssen Sie sich dann in Fleißarbeit durchscrollen, um Gruppen-Pinnwände zu entdecken.

Schauen Sie auch einmal auf Google, dort finden sich mitunter auch Ergebnisse. Ansonsten lohnt es sich auch die Profile von starken Nutzern in Ihrer Branche anzuschauen und dort zu gucken, ob diese auf Gruppenpinnwänden aktiv sind. 

Bei der Auswahl von Gruppenpinnwänden ist ebenfalls einiges zu beachten. Sie sollten nur an Gruppenpinnwänden teilnehmen, die Ihre Nische bedienen. Es bringt Ihnen wirklich gar nichts, Ihre Inhalte auf off topic Pinnwänden zu teilen. Das wird Ihnen sogar eher schaden, denn letztlich ist das Spam.

Wenn Sie eine Gruppenpinnwand innerhalb Ihrer Nische gefunden haben, sollten Sie sich davon überzeugen dass die NutzerInnen hochwertigen Content pinnen, der Sie überzeugt. Achten Sie darauf, dass keine Spamprofile unterwegs sind. Schauen Sie auch, wie viele Mitglieder die Gruppenpinnwand bereits hat.  Sie sollten auch schauen, wie aktiv die Gruppenpinnwand ist, wann der letzte Pin gepinnt wurde, in welchen Abständen gepinnt wird  und wie viele Mitglieder sich am Pinnen auch wirklich beteiligen. Pinnwände auf denen kaum gepinnt wird, werden Ihnen vermutlich nicht viel Engagement bringen. 

Wie werden Sie Mitglied in einem Gruppenboard?

Für Gruppenboards stellt Pinterest einen Beitreten-Button bereit. Über diesen können Sie eine Beitrittsanfrage stellen. Diesen Button muss der Gruppenpinnwand-Inhaber aktivieren. Das geht über die Einstellungen. Wenn Sie eine Gruppenpinnwand haben, schauen Sie mal in die Einstellungen Ihrer Pinnwand.

Wenn dieser Button nicht vorhanden ist, schauen Sie am Besten in die Beschreibung der Pinnwand. Häufig gibt es dort eine Erläuterung, wie man Mitglied werden kann. In der Regel schicken Sie dazu eine E-Mail an den Inhaber der Pinnwand. Ansonsten können Sie auch schauen, wer Inhaber der Pinnwand ist. Das ist immer der erste aufgeführte Nutzer. Diesem können Sie über Pinterest eine Nachricht schicken. 

Wenn Sie dann diese Nachricht schicken, in welcher Form auch immer, ob über Pinterest oder über eine Email, stellen Sie sich erst mal kurz vor: Wer sind Sie? Was machen Sie? Warum möchten Sie auf der Pinnwand mitpinnen und welche Art von Mehrwert bieten Sie? Hinterlassen Sie auch einen Link zu Ihrem Profil, damit der Ansprechpartner Sie schnell hinzufügen kann. 

Gibt es Regeln auf Gruppenboards?

Sie werden auf den meisten Gruppenboards Regeln zur Teilnahme finden. Meist geht es darin um ein faires Engagement, das heißt wenn Sie einen Pin auf die Gruppenpinnwand pinnen, sind Sie angehalten, einen Pin von jemand anderem von der Pinnwand weiter zu pinnen.

Manchmal gibt es auch eine Regel, wie viele Pins Sie maximal auf einmal posten dürfen oder auch, dass Sie von einem Beitrag maximal zwei Pins pinnen dürfen. Manche möchten nur Blog Content haben, also keine Pins von Unternehmen.

Wie finden Sie heraus, ob Sie von einem Gruppenboard profitieren? 

Wenn Sie sich an Gruppenboards beteiligen, möchten Sie natürlich wissen, ob sich Ihre Aktivitäten positiv auswirken, also ob Sie mehr Reichweite, Klicks und Conversions erzielen. Das können Sie in den Pinterest Analytics überprüfen. Dort gibt es einen Bereich für Ihre Pinnwände. Sie sehen, wie viele Impressionen, Klicks und andere Interaktionen Ihre Inhalte erzielt haben.

Sie können das auch über Google Analytics messen: Wie viel Klicks und Conversions (Anmeldungen oder Umsatz zum Beispiel) Ihnen eine bestimmte Gruppen-Pinnwand bringt. Dazu müssen Sie lediglich ein korrektes Tracking einrichten.

Wenn Sie bei der Auswertung Ihrer Pinterestaktivitäten Unterstützung brauchen, dann schauen Sie sich mal meine Vorlage für das Google Data Studio an. Das ist ein Tool, mit dem Sie Ihre Google Analytics Daten sehr einfach und automatisiert visualisieren können. 

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, Gruppenpinnwände zu analysieren und das ist Tailwind. Dort können Sie  in den Board Insights alle Gruppenboards, auf denen Sie aktiv sind, gesondert ausweisen und erhalten dann Informationen über Pins, Repins und Follower auf diesen Pinnwänden. 

Darüber hinaus berechnet Tailwind die Repin-Rate, das ist der sogenannte Virality Score und einen Engagement Score. Da können Sie wirklich schnell erkennen, auf welchen Pinnwänden eine hohe Aktivität herrscht, wo Pins stark weiter verbreitet werden. Je nach Zielsetzung Ihrer Gruppen-Pinnwände variieren hier natürlich auch die Erwartungen. Wenn Sie diese z.B. zur Planung im Privaten oder zur Kollaboration in geschlossenen
Kundenprojekten verwenden, werden diese Aktivitäten niedrig sein und auch keinerlei Relevanz für Sie haben. Wenn es Ihnen darum geht, Ihre Sichtbarkeit zu steigern, sind Gruppen-Pinnwände mit einem hohen Engagement natürlich von Vorteil.

In der Folge erwähnte Tools und Quellen:

Vorlage Pinterest-Reporting und -Tracking für Google Data Studio

Gruppen-Pinnwände analysieren mit Tailwind – kostenlos testen (Affiliate Link)

Weitere nützliche Links:

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